Freising (sm) – Niederlage, Unentschieden, Sieg – die Tendenz bei den Freisinger Judoka in der Bezirksliga-Nord zeigt eindeutig nach oben. Durch einen überraschend deutlichen 14:6-Auswärtserfolg bei Akashiro Germering wahrte der Judoclub seine Chance auf Platz zwei und kann diesen nun aus eigener Kraft mit einem Sieg am letzten Kampftag gegen die KG Kösching-Ingolstadt sicherstellen.

Dabei waren die Voraussetzungen vor dieser Begegnung nicht die Besten. Ausgerechnet gegen den Lieblingsgegner der Domstädter hagelte es im Vorfeld zahlreiche Absagen. Dennoch gelang es den Freisinger Coaches am Ende alle Gewichtsklassen doppelt zu besetzen und sich damit den entscheidenden Vorteil zu sichern. „Man hat wieder einmal gesehen, wie wichtig es in dieser Liga ist, keinen einzigen Punkt kampflos herzuschenken. Wenn einem das gelingt, dann ist das oft schon die halbe Miete. In den oberen Gewichtsklassen waren wir heute klar im Vorteil und dann hatten wir natürlich auch noch ein paar Asse im Ärmel, mit denen nicht unbedingt zu rechnen war“, freute sich Freisings Trainer Andreas Schwaiger über den gelungenen Coup seiner Mannschaft.
Die Grundlage für den doppelten Punktgewinn legten die Kämpfer des Judoclubs schon im ersten Durchgang, der mit 7:3 gewonnen werden konnte. Bis 90 Kilogramm ließ Philipp Pachocki dem Germeringer Maximilian Dauner mit einem Haltegriff keine Chance, ehe Andreas Wagner nach 12 Jahren Wettkampfpause für die Domstädter ein starkes Comeback feiern konnte. Nach gerade einmal 12 Sekunden warf er seinen Gegner mit einer sauberen Kontertechnik entscheidend zu Boden. Bis 73 Kilogramm holten dann die Gastgeber ihren ersten Zähler. Korbinian Christner setzte sich gegen Christoph Emmer mit einem Haltegriff durch, bevor der Judoclub wieder zweimal zuschlagen konnte. José Ballester, eigentlich bis 81 Kilogramm gesetzt, präsentierte sich auch eine Klasse tiefer mit einem Schulterwurf überaus clever und Leichtgewichtler Marco Mühlhans brachte einen Waza-ari (halber Punkt) über die Zeit. Germering ließ sich jedoch nicht abschütteln und verkürzte auf 3:4. Madalin Bragaru unterlag bis 66 Kilogramm Robert Gebele und Simon Heimbeck konnte in der 81-kg-Kategorie gegen den starken Routinier Jürgen Ost ebenfalls nichts ausrichten. In der gleichen Gewichtsklasse kam es dann zum zweiten Comeback des Tages. Trainer Stefan Steinsdorfer, der seine aktive Laufbahn eigentlich schon vor Jahren beendet hatte, sprang in die Bresche und gewann mit all seiner Routine und einem herrlichen Sumi-gaeshi (Eckenwurf) gegen Kevin Klose. Im Schwergewicht zogen zum Abschluss die beiden leichteren Germeringer Kämpfer gegen Andreas Schwaiger und Wolfgang Widl zurück, so dass Freising mit einer beruhigenden Führung in die Pause gehen konnten.
Zu Beginn des zweiten Abschnitts stand der für Andreas Wagner ins Team gekommene Vincent Nordwig kurz vor einer Überraschung, musste sich am Ende aber doch durch einen Hüftfeger geschlagen geben. Es war das letzte Mal, dass Akashiro Germering noch etwas Hoffnung schöpfen konnte, denn dann zog der Judoclub unaufhaltsam davon. Während die Domstädter durch Philipp Pachocki, Christoph Emmer, Madalin Bragaru, Marco Mühlhans, Simon Heimbeck, Wolfgang Widl und Andreas Schwaiger siebenmal punkten konnten, blieben für Germering nur noch zwei Erfolgserlebnisse und am Ende eine deutliche 6:14-Heimniederlage.

 

Wettkampfliste Germering

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