Freising (sm) – Erfolgreich schnitten die drei Freisinger Vertreter bei den offenen Bayerischen Einzelmeisterschaften im ID-Judo ab, die in Nittendorf in der Oberpfalz ausgetragen wurden. Mit zwei zweiten Plätzen und einem dritten Rang sicherten sich alle drei Vertreter des Judoclubs nicht nur einen Platz auf dem Siegertreppchen, sondern wussten auch durch eine tolle Einstellung ihr Trainerteam zu überzeugen.


Der bislang verwendete Begriff „G-Judo“ (gehandicapt), wurde 2018 auf Beschluss der deutschen Judo-Verbände durch die internationale Bezeichnung „ID-Judo“ (intellectual disability) abgelöst. In Freising kooperiert der Judoclub mit der Lebenshilfe und bietet unter der Leitung von Karl-Heinz Kiefer und Monika Schicho ein entsprechendes Training für Sportler mit geistiger Behinderung an.
In der Gewichtsklasse bis 100 Kilogramm der Wettkampfklasse (WK) 3 kam es gleich im ersten Kampf zum Vereinsduell zwischen Fabiano Haraschin und Markus Wrubel, in dem sich Haraschin durchsetzen konnte. Nach einer Niederlage in Runde zwei bezwang Haraschin seinen dritten Konkurrenten Stefan Oppelt (ASV Rott) mit einem Haltegriff und sicherte sich mit Rang zwei Silber. Knapp dahinter auf dem Bronzerang schloss Markus Wrubel das Turnier ab. Wrubel zeigte sich von der Auftaktniederlage unbeeindruckt und gewann seine beiden folgenden Begegnungen gegen Stefan Oppelt und Salvatore Farruccia (BC Mühlheim) souverän durch einen Körperwurf bzw. Haltegriff.
Über 100 Kilogramm (WK 1) konnte sich Lothar Schmidt, der normalerweise eine Gewichtsklasse tiefer antritt, nach einer Niederlage gegen Samuel Dietz (SF Harteck München) mit einem Erfolg über Tom Aumer (RT Regensburg) ebenfalls eine Silbermedaille sichern.

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Fabiano Haraschin (links) und Markus Wrubel bei der Siegerehrung.

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Lothar Schmidt bei seiner Siegerehrung.

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Die erfolgreichen Freisinger Teilnehmer (von links): Fabiano Haraschin, Markus Wrubel und Lothar Schmidt.