Freising (sm) – Mit einem Ausrufezeichen beendeten die Freisinger Judoka die Bezirksliga-Saison 2018. Am letzten Kampftag landeten die Domstädter einen überraschend deutlichen 15:5-Auswärtssieg bei Akashiro Germering und beendeten die Runde mit 5:5 Punkten und einer Siegbilanz von 54:46 auf Rang vier der Tabelle.

Auch wenn das eigentliche Saisonziel - Platz zwei und die erneute Qualifikation für das Ligafinale - verpasst wurde, gab es nach der Begegnung nur zufriedene Gesichter. Egal ob Vorstand Hans Reisch, Trainer Stefan Steinsdorfer oder Mannschaftsführer Andreas Schwaiger, alle waren mit dem souveränen und äußerst konzentrierten Auftritt ihrer Mannschaft mehr als nur zufrieden. „Das war heute von Anfang bis Ende und trotz keineswegs optimaler Voraussetzungen eine starke Teamleistung. Bei diesem Badewetter noch einmal so zielstrebig zu Werke zu gehen, ist ganz sicher keine Selbstverständlichkeit. Man hat richtig gespürt, die Jungs waren heiß und wollten nach dem ärgerlichen Unentschieden im letzten Jahr nichts anderes als den Sieg“, freute sich Trainer Stefan Steinsdorfer über den klaren Erfolg. Obwohl er eigentlich keinen Kämpfer aus seinem Team hervorheben wollte, ließ sich der Freisinger Coach am Ende doch einen Namen entlocken. „Die beiden souveränen Siege von Christopher Rosenkranz waren heute sicher das i-Tüpfelchen und auch für uns selbst ein wenig überraschend“, bewertete Steinsdorfer die Leistung seines Schützlings, der überhaupt erst zum zweiten Mal für den Judoclub auf die Matte ging.
Mit zwei angeschlagenen und eigentlich nicht kampffähigen Leichtgewichtlern, nur einem Kämpfer für das Schwergewicht und der Option, dass es Mannschaftsführer Andreas Schwaiger aufgrund privater Verpflichtungen nicht rechtzeitig zum Wettkampf schaffen könnte, waren die Domstädter mit einer ordentlichen Hypothek zum Tabellenletzten gereist. Als dann aber vier Minuten vor Wiegeschluss Schwaiger in die Halle stürmte, gab es ein deutlich hörbares Aufatmen bei den Freisinger Verantwortlichen.
Trotzdem tat sich der Judoclub am Anfang schwer. Tino Kittler und Simon Heimbeck verloren ihre Begegnungen und Germering führte schnell mit 2:0. Für die Wende sorgte dann ausgerechnet Andreas Schwaiger, der im Schwergewicht den sicher 30 Kilogramm schwereren Maxi Tarant mit einem blitzsauberen Schulterwurf zur Strecke brachte. Damit war der Bann gebrochen, denn Marc Loges, Martin Großkopf und Christopher Rosenkranz, der für seinen Ausheber nur ganze sechs Sekunden brauchte, ließen weitere Siege folgen. Im Leichtgewicht musste Günther Mayerhofer wegen einer Schulterverletzung passen, ehe Christoph Emmer ein vorzeitiges Comeback nach seinem Innenbandanriß feierte, das allerdings auch nur acht Sekunden dauerte. Dann hatte er seinen Kontrahenten Lukas Liebl mit einem herrlichen Hüftwurf von der Matte gefegt. Wolfgang Mayerhofer und Peter Allram sorgten anschließend mit ebenfalls souveränen Erfolgen für einen beruhigenden 7:3-Pausenvorsprung.
Die Geschichte des zweiten Durchgangs, der sogar mit 8:2 an den Judoclub ging, ist schnell erzählt. Andreas Schwaiger und Simon Heimbeck tauschten aus taktischen Gründen die Gewichtsklasse, die angeschlagenen Leichtgewichtler mussten kein Risiko mehr eingehen und verzichteten auf einen Einsatz und die übrigen acht Kämpfer gewannen alle ihre Begegnungen vorzeitig - das Protokoll eines wahrlich gelungenen Nachmittages.

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Die beiden Mannschaften bei der Begrüßung durch Kampfrichter Holger Jung.

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Das Team des Judoclubs bei der Vorstellung.

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Peter Allram gegen Kevin Klose.

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Andi Schwaiger gegen Maximilian Dauner.

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Simon Heimbeck gegen Lukas Liebl.

Germering 1

 Die erfolgreiche Mannschaft des JC Freising beim Saisonabschluss in Germering.

Germering 2

... und so sieht Freude aus! Geht doch! :-)

Germering 3

Die offizielle Wettkampfliste.