Freising (sm) – Mit einer deutlichen Niederlage sind die Freisinger Judoka in die Bezirksligasaison 2018 gestartet. Beim Liganeuling ESV Ingolstadt „Coyotes“ II unterlagen die Domstädter am ersten Kampftag mit 6:14. Gegen einen an diesem Nachmittag in praktisch allen Belangen überlegenen Gegner hätte die Niederlage sogar noch höher ausfallen können. Nach einer 8:2-Pausenführung konnten es sich die Gastgeber leisten, ihre Aufstellung gleich auf sechs Positionen zu ändern. Gegen den „zweiten Anzug“ der Ingolstädter verlor der Judoclub den zweiten Durchgang nur noch mit 4:6 und konnte damit zumindest ein wenig Ergebniskosmetik betreiben.

Entsprechend nüchtern fiel dann auch das Fazit des Trainergespanns Stefan Steinsdorfer und Andreas Schwaiger aus. „Man muss neidlos anerkennen, dass uns Ingolstadt heute in punkto Aggressivität, Konsequenz und Siegeswillen um mindestens eine Klasse überlegen war. Die Mannschaft ist durchgehend sehr stark besetzt und dürfte in dieser Verfassung die Bezirksliga souverän dominieren. Für uns gibt es zum Glück schon kommende Woche die Möglichkeit, in eigener Halle gegen die Blue Hornets Ammerland-Münsing diese Niederlage wieder wett zu machen“, gaben die Freisinger Trainer nach der Begegnung zu Protokoll. Dabei wurden aber auch leise Zweifel daran laut, ob der Gegner, dessen erste Mannschaft in der Bayernliga an den Start geht, gegen den Judoclub wirklich nur mit dem Bezirksligakader angetreten war.

Dies war allerdings nicht der einzige Grund zum Nachdenken. Auch die von Verbandsseite wieder einmal geänderten Wettkampfregeln sorgten mehrmals für Kopfschütteln. „Von einem Extrem ins andere“ könnte man die nun geltenden Regularien beschreiben. Für welche bescheidenen Techniken man nun mit Waza-ari (halber Punkt) belohnt wird, treibt manch altem Hasen die Schamesröte ins Gesicht, zumal zwei Waza-ari wieder Ippon und damit das sofortige Kampfende bedeuten.

Die Siegpunkte für den Judoclub, bei dem Christopher Rosenkranz und Luis Steinleitner in Ingolstadt ihr Ligadebüt feiern konnten, sicherten die beiden Leichtgewichtler Christoph Emmer, der als einziger Freisinger uneingeschränkt zu überzeugen wusste und beide Begegnungen vorzeitig gewinnen konnte, und Marco Mühlhans mit einem Schulterwurf. Wolfgang Mayerhofer per Hüftwurf, Simon Heimbeck mit einem Armhebel sowie Luis Köhler durch eine Kontertechnik steuerten die übrigen Zähler auf der Habenseite bei.

 

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Unser Judoclub-Team in Ingolstadt und Kampfrichter Sven Keidel.

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Unsere starken Gegner vom ESV Ingolstadt "Coyotes" II.

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Die beiden Mannschaften bei der Begrüßung ...

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... und nach der Begegnung bei der Verabschiedung.

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Das Judoclub-Team 2018.

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Die offizielle Wettkampfliste.