Freising (sm) – Die Freisinger Judoka müssen weiterhin auf ihren ersten Saisonerfolg warten. In einer Nachholbegegnung des zweiten Kampftages unterlagen die ersatzgeschwächten Domstädter beim SC Gröbenzell mit 7:13 und bleiben mit 0:6 Zählern Letzter der Bezirksliga-Nord. Für den Judoclub geht es nun am kommenden Samstag im Heimkampf gegen den Tabellennachbarn aus Kösching um die vielleicht letzte Chance in dieser Saison noch einmal zu punkten.

Gegen ebenfalls dezimierte Gastgeber wäre zumindest ein Punktgewinn nicht völlig außerhalb der Reichweite gewesen, denn nach dem ersten Durchgang hatte es noch 5:5-unentschieden gestanden. „Die Jungs haben zu Beginn wirklich couragiert dagegen gehalten, wobei besonders die Leistungen von Markus Klemm, Ludwig Hörger und Philipp Pachocki hervorzuheben sind. Im zweiten Abschnitt hat dann oftmals die Spannung gefehlt und mit zunehmender Kampfdauer wurden auch konditionelle Schwächen aufgedeckt. Das hat uns am Ende das Genick gebrochen", fasste Freisings Trainer Stefan Steinsdorfer das Kampfgeschehen zusammen.

Im ersten Durchgang erwischten die Domstädter einen Auftakt nach Maß. Bis 73 Kilogramm gewann Markus Klemm trotz eines anfänglichen Rückstandes gegen Max Wendlinger mit einem herrlichen Uchi-mata (Schenkelwurf). Auch Alexander Prasch hielt vier Minuten mehr als nur gut mit. Eine einzige Unaufmerksamkeit reichte seinem Gegner aber den entscheidenden Schulterwurf anzubringen. Nach der Niederlage von Tino Kittler brachten Wolfgang Widl und Andreas Schwaiger den Judoclub mit souveränen Siegen wieder mit 3:2 in Führung. Pech hatte danach Freisings zweiter Schwergewichtler Jan Elschen. Gegen den 120-kg-Koloss Benjamin Martan lag Elschen bereits mit Waza-ari deutlich in Führung als er einen verhängnisvollen Griff an das Bein seines Gegners wagte, der eine Disqualifikation nach sich zog. Eine zumindest umstrittene Entscheidung, die auch nur geahndet wurde, weil ein außerhalb der Matte weilender Kampfrichter dem eigentlichen Referee den entscheidenden Hinweis gab. Nach den beiden nicht unbedingt eingeplanten Erfolgen von Debütant Ludwig Hörger und Philipp Pachocki, die in der 81-kg-Klasse mit viel Engagement auf die Matte gingen, lag der Judoclub erstmals mit zwei Zählern in Führung. Im Leichtgewicht schmolz dieser Vorsprung allerdings wieder dahin, nachdem ein Punkt kampflos abgegeben werden musste und Christoph Emmer gegen Tobias Baumann den Kürzeren zog.

Im zweiten Abschnitt nutzen die Gastgeber die Optionen ihres Kaders maximal aus und stellten auf insgesamt fünf Positionen um, während dem Judoclub an diesem Tag nur die Möglichkeit einer einzigen Personalrochade blieb. In der Folge gingen die ersten drei Begegnungen alle an Gröbenzell. Die Freisinger Kämpfer mühten sich zwar redlich und zwangen ihre Gegner zweimal über die komplette Kampfdistanz, aber sie kamen zu keinen zählbaren Ergebnissen. Andreas Schwaiger und Jan Elschen verkürzten im Anschluss noch einmal auf 7:8, doch Gröbenzell ließ sich nicht mehr von der Siegesstraße abbringen und gewann die letzten fünf Begegnungen allesamt souverän.

Judo Gröbenzell 004

Die Mannschaft des Judoclubs vor der Begegnung in Gröbenzell.