Freising (sm) – Eine moderate Beitragserhöhung ab 2020 und die Ehrung langjähriger Mitglieder waren wichtigsten Themen bei der diesjährigen Mitgliederversammlung des Freisinger Judoclubs. In einem Jahr ohne Neuwahlen hatten sich immerhin 25 der insgesamt 114 Mitglieder in der Sportgaststätte des BC Attaching eingefunden, um das vergangene Sportjahr noch einmal Revue passieren zu lassen.

Zu Beginn seines Rechenschaftsberichtes erinnerte der Vorsitzende Hans Reisch daran, dass der Verein am 1. April 55 Jahre alt geworden ist und damit das große Jubiläum schon wieder fünf Jahre zurückliegt. Reisch, der die Geschicke des Vereins seit der allerersten Stunde lenkt, listete die Aktivitäten der dreiköpfigen Vorstandschaft im vergangenen Jahr auf, blickte auf die diversen Veranstaltungen des Judoclubs zurück und bedankte sich vor allem bei den sechs Übungsleitern, die 2018 exakt 498 Stunden für den Verein geleistet hätten. Die Bezirksligamannschaft erreichte in der vergangenen Saison einen guten dritten Rang und hat dieses Jahr sogar noch Chancen auf Platz zwei. Seine Ausführungen schloss Hans Reisch mit einem Hinweis auf das kommende Jahr. Am 1. Februar 2020 wird der Judoclub erstmals die offenen Bayerischen Meisterschaften im ID-Judo (ehemals G-Judo) für Judoka mit geistiger Behinderung in der Freisinger Luitpoldanlage ausrichten.
Jugendleiter Michael Emmer konnte in seinem Bericht auf die erfolgreiche Teilnahme seiner Schützlinge an zahlreichen Meisterschaften verweisen. Auch wenn die Resonanz bei den Wettkämpfen durchaus noch etwas besser sein könnte, gibt es vor allem im U10-Bereich vielversprechenden Nachwuchs. Das Prunkstück im Jugendbereich ist derzeit aber die Judo-Vorschule für die Fünf- und Sechsjährigen, wie Übungsleiterin Gabi Emmer stolz zu berichten wusste. Regelmäßig tummeln sich dabei 16 bis 18 „Zwergerl“, gleich viele Mädchen wie Buben, einmal wöchentlich auf der Judomatte. Die ebenfalls von ihr geleitete Breitensportgruppe gehört seit vielen Jahren zum festen Inventar des Vereins und kann durchaus noch Interessierte aufnehmen. Das Trainerteam der ID-Judo-Gruppe, Monika Schicho und Karl-Heinz Kiefer, zählt auf einen festen Stamm von zwölf Mitgliedern und fiebert bereits dem „Heimkampf“ im kommenden Jahr entgegen.
Die Gegenüberstellung der Einnahmen und Ausgaben erbrachte für das abgelaufene Kalenderjahr aufgrund äußerst sparsamer Haushaltsführung und sehr bescheidener Übungsleiterhonorare einen Überschuss von rund 916 Euro. Dennoch votierte die Versammlung einstimmig für eine pauschale Erhöhung der Jahresbeiträge um 10 Euro ab 2020. Weiter steigende Kosten und ein hoher Investitionsbedarf für Mattenteile machen diesen Schritt – übrigens die erste Erhöhung seit 2009 – notwendig. Ab dem kommenden Jahr zahlen Erwachsene nun 110 Euro, Schüler, Jugendliche und Studenten 80 Euro sowie passive Mitglieder 60 Euro. Zudem gibt es einen „Geschwisterrabatt“ von 50 Prozent und einen Familienbeitrag für 220 Euro.
Die Liste der zu ehrenden Mitglieder wies diesmal sieben Namen auf, von denen allerdings nur drei die Ehrung persönlich entgegennehmen konnten. Seit 30 Jahren sind Diana Schmitt und Andreas Haas dabei. Bereits 40 Jahre halten Wolfgang Graf, Armin Hofmann, Oliver Lehmann und Mark Singer dem Judoclub die Treue. Und auf beeindruckende 50 Jahre Mitgliedschaft kann Hans Hepting zurückblicken.

Judoclub Ehrungen

Von links: Oliver Lehmann (40 Jahre), Hans Hepting (50 Jahre), Michael Emmer (Vorstand), Mark Singer (40 Jahre) und Hans Reisch (Vorstand):