Freising (sm) – Gewohnt sachlich verlief die Mitgliederversammlung des Freisinger Judoclubs am Freitagabend in der Sportgaststätte Attaching. Obwohl in diesem Jahr keine Neuwahlen anstanden, hatten sich 22 der aktuell 136 Mitglieder eingefunden. Keine schlechte Quote, wenn man bedenkt, dass eine Abordnung des Clubs bei der gleichzeitig stattfindenden Sportgala vertreten war. Der JC Freising zählte in diesem Jahr zu den drei Nominierten für den Club Award 2014.

Der Vorsitzende Hans Reisch konnte zwei besondere Gäste begrüßen. BJV-Präsident Gerd Egger und sein Amtsvorgänger Paul Barth gaben sich die Ehre. Egger und Barth gehörten 1972 zum Aufgebot der deutschen Mannschaft für die Olympischen Spiele in München und haben einen besonderen Bezug zum Judosport in Freising. Der Olympiadritte Paul Barth erinnerte sich vor allem an Trainingseinheiten in der Domstadt. „Wenn man immer die gleichen Gegner in Großhadern und in der Nationalmannschaft hatte, dann war ein Training in Freising eine gute Gelegenheit, um den Kopf wieder freizubekommen", berichtete sich der mittlerweile fast 70-Jährige.

In ihrem Rechenschaftsbericht ließ die dreiköpfige Vorstandschaft anschließend das vergangene Jahr noch einmal Revue passieren. Hans Reisch verwies vor allem auf das gelungene Jubiläum zum 50jährigen Bestehen. Die Lehrgänge mit Ex-Weltmeister Florian Wanner waren so erfolgreich, dass 700 EURO an den Hilfe-Verein „Judoka für Judoka" überwiesen werden konnten. Weitere Herausforderungen in den vergangenen zwölf Monaten waren unter anderem die SEPA-Umstellung, das erweiterte Führungszeugnis für alle in der Jugendarbeit des Vereins tätigen Personen und der Tag des Judo, der im November an der Grundschule Neustift durchgeführt werden konnte. Jugendleiter Michael Emmer konnte in seinem Bericht auf die Teilnahme seiner Schützlinge an zahlreichen Meisterschaften und Lehrgängen verweisen. Besonders hervorzuheben waren dabei die Leistungen der Geschwister Weinmann und von Alexander Prasch. Die in den Verantwortungsbereich von Karl-Heinz Kiefer fallende Breitensportgruppe läuft gewohnt stabil und ebenfalls nur positives Feedback kommt von der unter der Leitung von Gabi Emmer stehenden Judo-Vorschule.

Die Gegenüberstellung der Einnahmen und Ausgaben erbrachte für das abgelaufene Kalenderjahr trotz der erheblichen Sonderausgaben für das Jubiläum einen Überschuss in Höhe von 782 Euro. In diesem Jahr ist eine größere Investition geplant. 70 neue Mattenteile, die im Trainingsbetrieb durch den ständigen Auf- und Abbau stark beansprucht werden, sollen für mehr als 3.200 EUR angeschafft werden.

Die Liste der für langjährige Vereinstreue zu ehrenden Mitglieder wies diesmal sechs Namen auf, von denen allerdings nur zwei die Ehrung persönlich entgegennehmen konnten. Seit 15 Jahren sind Hermann Bergbauer, Ingrid Drißl, Richard Knötgen und Florian Rommel dabei. Bereits 25 Jahre hält Thomas Prinner dem Judoclub die Treue. Und auf beeindruckende 50 Jahre Mitgliedschaft kann Josef Haas zurückblicken. Darüber hinaus wurden das Gründungsmitglied Erich Wochnik und Mark Singer von BJV-Präsident Gerd Egger und Paul Barth für besondere Verdienste um den Judo-Sport und als Vereinsfunktionär mit der Ehrennadel in Gold ausgezeichnet.

Judo Ehrungen

Vordere Reihe von links: Josef Haas (50 Jahre Mitgliedschaft), Gerd Egger (BJV-Präsident), Erich Wochnik (BJV-Ehrennadel in Gold) und Ingrid Drißl (15 Jahre Mitgliedschaft)

Hintere Reihe von links: Paul Barth (ehem. BJV-Präsident und Olympiadritter 1972), Hans Reisch (Judoclub-Vorsitzender) und Mark Singer (BJV-Ehrennadel in Gold)